Graupner in Darmstadt

Szenisches Kaleidoskop über den Komponisten

Buchmotiv: Graupner in Darmstadt

Wer war Christoph Graupner?

Warum geriet ein so produktiver und bedeutender Barockkomponist fast in Vergessenheit?

Dieses szenisch-literarische Werk nähert sich Graupners Leben und Schaffen auf ungewöhnliche Weise:

Viele Darmstädterinnen und Darmstädter – Künstler, Bürger, Denkerinnen – blicken zurück und führen durch die Geschichte. Ihre Erinnerungen verweben sich zu einem vielstimmigen Echo, das den Hofkapellmeister der Residenzstadt wieder ins Licht rückt.

In eindrucksvollen Szenen, Dialogen und Gedanken entfaltet sich ein literarisches Kaleidoskop, das Vergangenheit und Nachwelt verbindet. So entsteht nicht nur ein lebendiges Porträt Graupners, sondern auch ein kollektiver Nachklang der Frage, was kulturelles Erbe bedeutet – damals wie heute.

Ein Buch für Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber, Konzert- und Theaterfreunde und alle, die die Darmstädter Stadtgeschichte einmal anders erleben wollen.


Richard Weber-Laux: Graupner in Darmstadt – Szenisches Kaleidoskop über den Komponisten.
Books on Demand, Norderstedt, 2025, 184 Seiten, ISBN 978-3-69510543-4, 12,99 €.

Leseprobe (PDF)

Die im Buch per QR-Code angegebenen Musikstücke sind als Playlist direkt anhörbar: Spotify (externer Link)

Das Buch – und dann weiter?

Wahrheit oder Fiktion?

Bach und Händel kennen wir ja alle, aber wer ist eigentlich Christoph Graupner? Ich würde mich freuen, Sie auf eine kleine Entdeckungsreise mitzunehmen und gemeinsam mit Ihnen ein neues Bild von Graupner zu zeichnen. Dafür werfen wir einen Blick auf viele Details aus seiner Zeit, lesen Dokumente und hören uns an, was seine Zeitgenossen über ihn gesagt haben. Natürlich wird es auch ein paar lockere Anekdoten geben, die vielleicht nicht ganz historisch korrekt sind – so etwa 10 % – aber der Rest, also 90 %, ist gründlich recherchiert und dokumentiert.

Darmstadt

In Darmstadt verbrachte Graupner nahezu fünf Jahrzehnte seines Lebens. Die Altstadt, in der er residierte und tätig war, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, sodass nur noch wenige Relikte aus dieser Zeit und von Graupner selbst erhalten geblieben sind. Das Buch erweckt das Leben in Darmstadt zu Beginn des 18. Jahrhunderts wieder zum Leben und lässt bekannte Persönlichkeiten aus angrenzenden Epochen darüber berichten. Es präsentiert das kulturelle Erbe auf eine einmalige Weise.

Integrales Hören

Ein Kapitel dieses Buches präsentiert Ihnen eine Methodik zur Entwicklung eines ganzheitlichen, präsenten Hörens, welches Kopf, Herz und Körper gleichermaßen einbezieht und die geistig-seelische Tiefe von Graupners Musik erfahrbar macht. Ich empfehle Ihnen, die kleinen Übungen durchzuführen und Ihre eigene Erfahrung zu sammeln. Eine Wiederholung der Übungen verstärkt deren Wirkung. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es kein konkretes Ziel zu erreichen gilt.

Die Christoph-Graupner-Gesellschaft

Die Pflege und Bewahrung des umfangreichen Oeuvres von Christoph Graupner durch Konzerte, Vorträge sowie wissenschaftliche Aufarbeitung stellen die Hauptanliegen der Christoph-Graupner-Gesellschaft. Inzwischen sind zahlreiche Werke im Druck sowie online zugänglich; hinzu kommen über 150 Einspielungen auf CD, LP, SACD und MP3.

Graupner
hören und sehen

Ich lade Sie herzlich ein, sich anhand der verfügbaren Aufnahmen von Graupners Werken, darunter Kantaten, Instrumentalwerke und Opern, mit dem Klang und dem innovativen Hörerlebnis vertraut zu machen. Zahlreiche Aufführungen und Konzerte sind in Videoform verfügbar. Über Streaming können Sie in die meisten Aufnahmen reinhören.

Graupner Werkverzeichnis

Über 2.000 Werke sind systematisch als GWV erfasst, jedoch wurden bislang lediglich etwa 10% davon in unserer Zeit aufgeführt. Erkunden Sie diesen außergewöhnlichen Schatz, der darauf wartet, entdeckt zu werden. Alternativ können Sie auch das weltweite Archiv der Konzertaufführungen mit Kompositionen von Christoph Graupner konsultieren.

Das Buch kaufen

184 Seiten (2025), ISBN 978-3-69510543-4, Preis: 12,99 €.
Erhältlich in Buchhandlungen sowie online.

Rezensionen

“Ein Buch über Christoph Graupner, Leben, Freunde und Zeitgenossen: Kann das Gelingen? JA! Es ist kein wissen­schaftliches Werk, wie der Autor fest­stellt, doch beruhen 90 v.H. aus Recherchen aus historischen wissen­schaft­ichen Quellen, die in dem umfang­reichen Quellen­ver­zeich­nissen belegt sind.

Auf diesen Wegen und dem Wirken in Darmstadt zeigt der Autor mit kleinen recherchierten Episoden das Leben in der Grafs­chaft nach. Der Leser erfährt viel über Graupners Kollegen und andere Per­sön­lich­keiten. So zum Beispiel auch über den Apotheker und Forscher Heinrich Emanuel Merck, der mit seinen Erfind­ungen den Grund­stein für eine moderne Medizin gelegt hat. Weitere bekannte Per­sön­lich­keiten lernt die Leserin, der Leser kennen: Ernst Pasqué, ein berühmter Sänger, der sich in Darmstadts Nachbarschaft nach einem erfolg­reichen Wirken weit über Darmstadt hinaus niederließ. ...
... Es sind spannende und erhellende Geschichten. Dass auch Musik­beispiele in den einzelnen Kapiteln über QR-Codes anzuhören sind, bereitet Ver­gnügen. Richard Weber-Laux schafft es mit seinen “Einblicken“ in das umfang­reiche Leben Graupner, wie die Ent­bindung seiner Frau, ein Bild aus dem intimen Umfeld seiner Familie zu zeichnen. Alles läuft quasi wie ein Film mit langsamen Bildern vor den Augen des Lesers ab. Eine schöne Zeit­reise mit vielen amüsanten Ein­blicken und vielen Musik­bei­spielen zum Anhören.”

— Hartmut F., Villach

“Plötzlich hatte ich dieses Buch „Graupner in Darmstadt“ in der Hand und blätterte. Meine Musik­liebhabe­reien sind breit gestreut von der Gregorianik über Bach bis hin zum „swingenden“ aber auch „freien“ Jazz. Aber im 18. Und 19. Jahrhundert „schweigt“ sich eine Lücke aus.

Und diese fast pein­liche Lücke bei mir hat das Buch über Graupner auf amüsante, fakten­reiche, neu­gierig machende Weise hin­reißend begonnen, zu füllen. Zahl­reiche Zeit­genossen parlieren im Buch mit Graupner. Musik­begeisterte aus späterer Zeit, die seinen Kompositionen nach­forschen, kommen zu Wort und wir freuen uns über das Darmstadt-Kolorit in jedem Kapitelchen des Kaleidos­kops.

Wir gehen mit Graupner durch die alten Gassen Darmstadts in die Kneipe oder zum Bäcker, fahren mit der Kutsche in um­liegende Ort­schaften. Und wir erfahren, wie schwierig das Leben des Hof­komponisten war. Wir lesen, wie sich Luise Büchner, die Groß­herzogin Alice, Ernst Elias Niebergall und Emanuel Merck und Weitere mit Graupners Musik und seinen unzähligen Werken ausein­andersetzen.

Viele Hinweise , Graupners Musik zu hören, sind im Buch hilf­reich ver­streut. Dass die Begeisterung über Graupners Musik dann auch noch mit­hilfe der KI vom Autor in die Zukunft „hinein­komponiert“ wird, rundet das Vergnügen, dieses Buch zu lesen, auf spannende Weise ab.

— Bruno B., Babenhausen

“In lebendigen Schilderungen begleitet der Leser das Wirken Graupners in Darmstadt. Man meint mit in der Runde zu stehen, wenn Graupner mit bekannten Personen ins Gespräch kommt und manchmal fühlt man sich so, als wenn man bei Treffen in einem Wirtshaus mit am Tisch sitzt.

Graupner ist in Darmstadt wohl geachtet und nimmt voller Empathie Anteil am Wohl­er­gehen der Hofmusiker, der Schloss­wachen und vieler anderer Mit­menschen. Der Autor nimmt uns mit in einer Periode voller Energie und Schafensfreude. Dabei wird dem Leser gewahr, dass Graupner doch etwas fehlt: für ein neues Opern­haus fehlt am Hofe schließlich das Geld, anderer­seits gebietet die Pflicht, all­sonn­täglich eine neue Kantate abzu­liefern – das Werk­ver­zeichnis zählt allein 1434 dieser kirchlichen Singspiele. Wir spüren den Leidens­druck, die Sehn­sucht nach weiterer Ent­faltung. Da kam ur­plötz­lich der Ruf, in Leipzig ist die Stelle des Thomas­kantors vakant. Fast schon konspirativ macht Graupner sich auf die Reise, vergebens, sein Dienst­herr wird ihm die Ent­las­sung und den Wechsel nicht genehmigen.”

— Lutz P., Alsbach

“Beeindruckend ist die Fülle an Zusatz­in­for­mationen zu musikalischen Beit­rägen und die informa­tiven Erläuterungen, die am Seiten­rand neben dem Text gegeben wer­den.
Ein sehr lesens­wertes Buch - ein gelungenes Bei­spiel, um seriöse Inhalte im Zeit­alter von Social Media und Youtube zu vermitteln.”

— Günther B., Darmstadt